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Wildbienenprojekt

In Deutschland gibt es zwischen 500 und 600 Wildbienenarten. Die meisten davon sind leider vom Aussterben bedroht. Das hat mich vor 4 Jahren dazu bewogen ein Wildbienenprojekt zu starten. Ich habe damit angefangen meinen Garten Artenreich zu gestalten. Das bedeutet, ich habe bienenfreundliche Pflanzen angepflanzt, Bienentränken und Insektenhotels aufgestellt. Meine Weiterbildung zur Kräuterpädagogin hat mir noch einmal eine weitere Sichtweise auf das Zusammenspiel zwischen Wildkräutern und Wildbienen gegeben. Es ist so wichtig, das wir unsere Artenvielfalt fördern. Und das ist so einfach, denn ein bienenfreundlicher Garten ist nicht ordentlich, braucht aber dennoch etwas Pflege. Ein gewisses Maß an Disziplin wird schon benötigt, damit nicht ein Kraut die anderen überwuchert und so ein reiches Pollen und Nektarangebot verhindert wird. Das brauchen unsere Honig- und Wildbienen!

Wo sind nur all die schönen Bauerngärten von früher hin? Es macht mich traurig, wie steril die meisten Vorgärten und Gärten heutzutage sind.

Macht mit und lasst Raum für etwas Wildheit in euren Herzen und Gärten. Selbst Balkone kann man bienenfreundlich gestalten.

Wie kannst du deinen Garten oder Balkon bienenfreundlich gestallten?

🐝 Keine giftige Substanzen

🐝 Einfach mal eine kleine Fläche oder einen Blumentopf verwildern lassen

🐝 Bienenweiden pflanzen, geht auch im Balkonkasten.

🐝 Insektenhotels aufstellen. Aber achtet darauf, dass keine Verletzungsgefahr für die Bienen entstehen. Zum Beispiel: Sollten keine gesplitterten Bambusröhrchen im Insektenhotel sein, da die Bienen sich sonst an Ihren Flügeln verletzten können und sterben.

🐝 Torffreie Blumenerde verwenden.

🐝 Lege dir eine Wildkräuterwiese an. Manche Kräuter kannst du dir auch mit den Bienen teilen. 🙂

🐝 Lasse alte Pflanzenstängel bis ins Frühjahr stehen und schneide sie nicht ab.

🐝 Ein Miniteich im Blumentopf ist auch immer etwas wunderschönes.

🐝 Werfe Seedbombs auf brachliegende Flächen.

Bienenfreundliches Gärtnern basiert auf den Grundsätzen der Naturgartenbewegung. Es zeichnet sich jedoch in einzelnen Bereichen durch spezifische zusätzliche Anforderungen aus:

Naturgarten-GrundsätzeAnforderungen an einen bienenfreundlichen Garten
Lebenskreisläufe und Bedürfnisse von Tieren und Pflanzen berücksichtigen und befördern, um ein natürliches Gleichgewicht zu erreichenHier stehen die Bedürfnisse der Wildbienen im Mittelpunkt. Sie gehören zu den wichtigsten Bestäuberinsekten und sind unverzichtbar, um ein natürliches Gleichgewicht zu erreichen. Damit Wild- und Honigbienen ein ausreichendes Nahrungsangebot vorfinden, ist es wichtig darauf zu achten, von Frühjahr bis Herbst genügend Futterpflanzen anzubieten. Zudem sind Wildbienen darauf angewiesen, innerhalb ihres sehr begrenzten Aktionsradius‘ Nistmöglichkeiten und Nestbaumaterialien vorzufinden.
Heimische und gebietseigene Pflanzen aus biologischem Anbau verwendenDurch ihre gemeinsame Evolution besteht ein komplexes Beziehungsgeflecht zwischen den Wildbienen und den Wildpflanzen einer Region. Nur wenn diese Zusammenhänge berücksichtigt werden, kann aus einem Garten ein Wildbienenparadies werden. Die Pflanzenauswahl sollte daher so getroffen werden, dass den Bedürfnissen möglichst vieler Bienenarten aus der jeweiligen Gegend entsprochen wird.
Kombination von Kleinstrukturen schafft ein vielfältiges LebensraummosaikIm bienenfreundlichen Garten liegt der Schwerpunkt auf der Schaffung eines möglichst breiten Angebots an Nahrungspflanzen und Nistmöglichkeiten für Wildbienen. Um dies zu erreichen, sind viele Kleinstrukturen sinnvoll: Zum Nisten nutzen die Wildbienen z. B. die Ritzen von Trockenmauern, die Fraßgänge von Käfern im Totholz oder markhaltige Pflanzenstängel, wie sie eine Blühhecke bietet. Die meisten Wildbienen nisten allerdings unterirdisch. Ihnen kann man helfen, indem man ein paar möglichst sonnige Flecken Erde dauerhaft offenhält.
Naturerfahrungen fördern das Verständnis für die komplexen Zusammenhänge von ÖkosystemenEs ist spannend und interessant, die sympathischen Wildbienen bei ihrem Treiben zu beobachten. Sie regen durch ihre nicht leicht zu durchschauende Lebensweise dazu an, mehr über sie zu erfahren. Besonders leicht und ganz aus der Nähe kann man diese harmlosen Insekten an Nisthilfen beobachten. Die einzeln lebenden Wildbienen, die sich hier einfinden, stechen nicht. Nur Hummeln verteidigen sich bei Bedrohung durch Stiche.
Verzicht auf TorfBitte keinen Torf bzw. keine torfhaltige Blumenerde verwenden! Torf wird durch die Trockenlegung von Mooren gewonnen, die zahlreichen spezialisierten Tieren und Pflanzen als Lebensraum dienen, und zudem als Kohlenstoffsenken von herausragender Bedeutung sind. Torf ist auch gar nicht nötig, wenn man im Einklang mit der Natur gärtnert. Es gibt viele alternative Methoden den Boden fruchtbar zu erhalten. Zudem meiden die im Boden nistenden Bienenarten den Torf. Sie brauchen möglichst gewachsenen Naturboden.
Quellenangabe https://www.deutschland-summt.de/allgemein.html

Am 20. Mai ist übrigens Wildbienentag!🐝

Hilfst du auch den Honig- und Wildbienen oder hast du sie fotografiert? Kommentiere gerne hier oder auf Instagram und Facebook. Ich freue mich auch immer über Fotos und persönliche Nachrichten.

Gemeinsam können wir die Welt ein wenige bunter machen.

💕Herzlichst,

Deine Debby von Kräuterwunderwerk

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